Raritäten & Neuimporte im Fokus 212

Powered by my-fish.org - Aus Freude an der Aquaristik my-fish.

Lerne neue Arten kennen oder entdecke alte Arten neu: In der Aquaristik gibt es immer wieder Tierarten zu erkunden. Viele sind wunderschön, unbekannt und nur selten im Handel zu finden. Mit Unterstützung der Zierfischgroßhändler aus der Fachgruppe des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe (ZZF) stellen wir dir jede Woche vier Arten vor. Darunter findest du auch viele Nachzuchten und ihre verschiedene Zuchtformen.

oben links: Anostomus ternetzi
Der Goldstreifen-Kopfsteher, Anostomus ternetzi, hat in Südamerika eine sehr weite Verbreitung. Gemeldet ist er aus Brasilien, Französisch Guyana, Guiana, Surinam und Venezuela. Wissenschaftlich beschrieben wurde die Art 1949 aus Venezuela.

Dieser schöne Fisch kann als eine der friedfertigsten Arten der Kopfsteher gelten. Zudem bleibt A. ternetzi deutlich kleiner als A. anostomus: während letzterer bis zu 16 cm Länge erreicht, ist A. ternetzi mit 12 cm ausgewachsen.

Bei ganz jungen Exemplaren von A. ternetzi ist das Längsband in der Körpermitte am oberen und unteren Rand nicht geradlinig, sondern wellenförmig, als würde es sich aus vielen, miteinander verschmolzenen Punkten zusammensetzen. Bei vielen Tieren verliert sich das mit dem Heranwachsen, bei anderen bleibt es aber so. Vielleicht handelt es sich um ein Geschlechtsmerkmal? Das Phänomen, dass Weibchen die Färbung von Jungfischen beibehalten, ist relativ weit unter Fischen verbreitet.

Lexikon: Anostomus: bedeutet „der mit dem oberständigen Maul“. ternetzi: Widmungsname für Carl Ternetz (1870-1928).

Deutscher Gebrauchsname für A. ternetzi: Goldstreifen-Kopfsteher

oben rechts: Auriglobus nefastus
Die verschiedenen Arten der Goldkugelfische sind ohne mikroskopische Untersuchung nicht auseinanderzuhalten. Dieser stammt aus Thailand und ist 5-7 cm groß. Importiert als A. nefastus. Die äußerst lebhaften Fische sind reine Süßwasserkugelfische.

Die erreichbare Maximallänge wird mit 13 cm angegeben. Die Goldkugelfische können als grundsätzlich friedlich gelten, allerdings gibt es leider häufig Exemplare, die anderen Fischen die Flossen anknabbern.

unten links: Gymnotus carapo
Die Anzahl der beschriebenen Arten innerhalb der Gattung Gymnotus ist in der jüngsten Zeit geradezu explodiert. Seit 1994, in diesem Jahr fand die letzte umfassende Revision aller neuweltlichen Messerfische durch Francisco Mago-Leccia statt, wurden 30 Arten neu beschrieben. Gegenwärtig gelten 39 Arten als gültig. Gymnotus-Messerfische sind zylindrisch geformt und meist ziemlich attraktiv gezeichnet. Je nach Art werden sie 10-40 cm lang.

Der Gebänderte Messerfisch (Gymnotus carapo) ist eine der ersten je bekannt gewordenen Arten und wurde schon 1758 beschrieben. Er hat eine gewaltig weite Verbreitung in Südamerika, allerdings sollte man bedenken, dass viele frühere Meldungen der Art wohl auf falsch bestimmten Tieren beruhen. G. carapo gehört zu den groß werdenden Arten.

Eigentlich wären Gebänderte Messerfische – ungeachtet ihrer Größe – wirklich tolle Aquarienfische, denn sie sind als Sumpfbewohner mit einer Hilfsatmung ausgestattet, also sehr anspruchslos, attraktiv gezeichnet und wie alle Messerfische faszinieren sie durch ihren unvergleichlich eleganten Schwimmstil. Leider sind sie aber untereinander extrem unverträglich, weshalb selbst eine paarweise Haltung manchmal kaum gelingt. Äußere Geschlechtsunterschiede bei Gymnotus sind unbekannt. Das ist sehr schade, denn die Tiere betreiben Brutpflege und ihre Zucht wäre mit Sicherheit ein spannendes Projekt, zumal aus der Natur sowohl von Nestbau durch das Männchen, wie auch über väterliche Maulbrutpflege unter Aquarienbedingungen berichtet wurde.

Die gezeigten Tiere stammen aus Venezuela und sind 12-20 cm lang.

unten rechts: Melanotaenia pygmaea
Zum ersten Mal hat Aquarium Glaser diesen niedlichen Regenbogenfisch von einem Züchter bekommen. Der Artname „pygmaea“ deutet auf eine geringe Körpergröße hin. Tatsächlich sind die Tiere – sie weisen etwa 4 cm Totallänge auf – voll ausgefärbt. Nach Literaturangaben erreicht die Art eine maximale Länge von 7 cm im männlichen Geschlecht, doch bleiben Weibchen stets unter 5 cm.

Melanotaenia pygmaea ist nur aus einem sehr kleinen Gebiet bekannt. Die Art lebt endemisch – also nur dort vorkommend – in Zuflüssen des Prince Regent River in der Kimberly-Region des Bundesstaates Western Australia. Die Aquarienstämme der 1974 entdeckten und 1978 beschriebenen Art gehen wahrscheinlich auf Aufsammlungen aus den Jahren 1992 und 1994 zurück.

Quelle: http://www.aquariumglaser.de/

Bewerte das Projekt

Vollständigkeit

Information

Projektaufbau

Projekterfolg

Der Beitrag Raritäten & Neuimporte im Fokus 212 erschien zuerst auf my-fish.